Ein Traum wird für Chemnitzer Athleten wahr

Robin Schneider unterwegs zum großen Ziel
Robin Schneider unterwegs zum großen Ziel

Der Ironman mit 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und einem Marathon (42,195 km) ist der Traum eines jeden Triathleten.

Auch wenn es mittlerweile die vierte WM für Robin Schneider war, konnte man lange nicht von Routine sprechen. Gerade in Kona gehen Träume in Erfüllung, auch seiner. „Die beiden Tage vor dem Rennen waren sehr erlebnisreich. Streckenbesichtigung und Shooting, ein letzter längerer Lauf aus dem Energy Lab zurück nach Kona und nicht zuletzt die Nationenparade“, beschrieb er seiner Fangruppe die Ereignisse vor dem Wettkampf.

Der Ironman Hawaii in Kailua-Kona gilt als eines der anspruchsvollsten Sportevents der Welt. Starke Strömungen auf der Schwimmstrecke, eine Radstrecke mit 1500 Höhenmetern sowie einen Marathon bei über 30 Grad müssen die Athleten absolvieren. Das Motto lautete dieses Jahr „40 years of dreams“. Denn bereits seit 1978 findet das Event statt. Damals konnte sich Gordon Haller aus Oregon gegen 14 Mitbewerber mit einer Zeit von 11:46:00 Stunden durchsetzen.

Im Mai lief Robin Schneider in Santa Rosa (Kalifornien) eine Zeit von 8:59:05 Stunden und konnte sich als Sieger seiner Altersklasse und mit einem fünften Platz in der Gesamtwertung erstmals für den Ironman qualifizieren. Der 29-jährige Modellathlet startete am 13. Oktober bei den Amateuren, welche seit Mitte der 80er Jahre teilnehmen dürfen. Die Sportler werden in sogenannte „age groups“ (Altersklassen) eingeteilt. So startete der Chemnitzer beispielsweise in der Altersklasse von 25 - 29 Jahren.

Insgesamt 2307 Triathleten suchten am Samstag die Herausforderung in Kona. Robin Schneider war einer von 210 deutschen Amateuren (172 Männer und 38 Frauen). Deutschland stellte somit das zweitgrößte Starterkontingent hinter den USA.

Am Ende belegte der gebürtige Geraer mit einer Zeit von 09:10:00 Stunden den 16. Platz seiner Altersklasse. Hierbei konnte Robin Schneider ein besonderes Highlight setzen. Er erzielte auf der Radstrecke eine persönliche Bestzeit von 4:38:21 Stunden und war somit in dieser Disziplin sogar schneller als vier Profistarter. Beim Marathon fiel er zwar bei extremer Hitze und 300 Höhenmetern zurück, trotzdem konnte er sich insgesamt auf einen hervorragenden 170. Platz von 2307 Teilnehmer - und Teilnehmerinnen platzieren. Mit diesem Resultat zeigt sich der Chemnitzer sehr zufrieden.  
Schneider bedankte sich nach seiner großartigen Leistung bei seiner Fangruppe, die ihm rund um die Erde auf mehreren Social Media-Kanälen folgte: „Vielen lieben Dank für alle Nachrichten, das Mitfiebern, Freuen & Leiden. Es war ein beeindruckendes Rennen, viele Rekorde sind gefallen - und wir mitten drin. Ich hatte ein super Support Team vor Ort.“
 
Robin Schneider stolz mit Ironman-Medaille  
Zur Vorbereitung hatte Robin Schneider wöchentlich 5 km Schwimm-, 300 km Rad- und 50 km Lauftraining absolviert. Hierbei unterstützte ihn mit dem 46-jährigen Alexander Kunze (Ziel-Zeit 09:45:22 Stunden) ein weiterer Sachse, der ebenfalls in Hawaii teilnahm. Außerdem ging der 60-jährige Freiberger Alexander Henker (Ziel-Zeit 10:40:39 Stunden) in Kona an den Start.

 

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